"Ich lebe gern in Kranichstein, weil ich hier alles unter einem Dach habe: Familie, Freunde, Sportverein. Und einen Ausbildungsplatz." - Lukas Penner, 19, Auszubildender

Kranichstein

Erst 1968 wurde der Grundstein für den ersten Wohnblock Kranichsteins gelegt. Namensgeber ist das nahegelegene Jagdschloss, die ehemalige Sommerresidenz der Darmstädter Landgrafen und Großherzoge. Heute ist Kranichstein ein multikultureller Stadtteil, der eine Sprachen- und Kulturvielfalt besitzt, die kaum ein anderer Teil Darmstadts aufzuweisen hat: Aus über 80 Nationen stammen die rund 20% der Einwohner mit ausländischer Herkunft.

Multikulturelles Leben im jüngsten Stadtteil Darmstadts
Zwar birgt die multikulturelle Identität des Stadtteils auch gesellschaftliche Probleme, diese werden jedoch in vielfältigen Initiativen und mit Hilfe engagierter Bürger aller Nationen angegangen werden. Durch die Aufnahme in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ entstanden zahlreiche Projekte zur Verbesserung des Lebensumfeldes, in deren Entwicklung und Realisierung die Bewohner einbezogen wurden. Durch engagierte Stadtteilarbeit hat sich Kranichstein zu einem lebendigen, urbanen Stadtteil entwickelt. Mehr zu "Soziale Stadt"

Die Bürgerumfrage 2009 ergab: Die positivste Meinung zur Veränderung der Lebensqualität in den nächsten 5 Jahren haben die Kranichsteinerinnen und Kranichsteiner. Von allen neun Stadtteilen Darmstadts ist hier der Optimismus, dass sich die Lebensqualität verbessern wird, mit deutlichem Abstand am Größten.

Kranichstein verfügt über eine Stadtteilbibliothek, vier Kindergärten, einen Waldkindergarten, zwei Kindertagesstätten und einen Kinderhort. Die Erich-Kästner-Schule, 1969 als Grundschule gegründet, fungiert seit 1996 als integrierte Gesamtschule und bietet den Schülern so die Möglichkeit von der ersten bis zur zehnten Klasse nur eine Schule zu besuchen.

 

Moderne Bauten und Seen dominieren das Stadtbild

Wie das Datum der Grundsteinlegung vermuten lässt, ist das Stadtbild Kranichsteins von moderner Bebauung aus dem vergangenen Jahrhundert geprägt. Am südlichen und westlichen Stadtteilrand gibt es außerdem Wohngebiete mit modellhaften Baukomplexen und Reihenhäusern in Niedrigenergie- und Passivhausbauweise. Dr. Wolfgang Feist errichtete 1991 hier das erste Passivhaus Deutschlands.

 

Zahlreiche Teiche bilden den Kern des Stadtteils. Auf dem vergleichsweise kleinen Wohngebiet des Zentrums breiten sich Seen aus. Der Brentanosee und der Kästnersee liegen in der Bachaue des Ruthsenbaches, einst als Rückhaltebecken bei Überschwemmungen angelegt. Den Schlossteich ließ Landgraf Georg I. 1579 graben, er diente zur Fischzucht und Entenjagd und später der Repräsentation. Einst aus nützlichen Gründen geschaffen, sind die Wasserflächen heute wichtige Orte der Erholung und der Freizeitbeschäftigung.